Wenn der Körper spricht

Mittwoch war nicht so mein Tag. Also, eigentlich schon, denn es war alles gut. Der Tag plätscherte so dahin, wie jeder andere Tag. Dass ich abends im Krankenhaus landen könnte, wäre mir morgens im Traum nicht eingefallen.

So gegen 17:00 Uhr fing es an, dass ich vor meinen Augen ein Flimmern hatte. Ich dachte, ich habe in die Lampe geschaut. Aber es wurde nicht besser, auch nach ein paar Minuten nicht. Es wurde sogar schlimmer.

Ich sah irgendwann nichts mehr, wenn ich nicht direkt draufschaute. Wenn eins meiner Kinder neben mir, sah ich es nicht. Es war einfach weg. Ich schrieb meinem Mann eine WhatsApp, Dank T9 war das kein Peoblem, aber so ganz sauber wie sonst war es auch nicht.

Alles innerhalb von ein paar Minuten. Mein Mann kam direkt nach Hause und stand um kurz nach sechs in der Tür. Zu dem Zeitpunkt konnte ich schon nicht mehr lesen. Ich versuchte mich mit Twitter abzulenken, keine Chance. Alles verschwamm, ich wusste nichts mit den Wörtern anzufangen und wenn ich nicht draufstarrte, waren sie weg.

Dann sprachen wir darüber, ob ich ins KH gehen solle. Ich bemerkte dabei, dass ich große Schwierigkeiten hatte, Worte zu finden. Ich wusste nicht mehr, was „Buch“ heisst und auch den Namen von meinem Mann wusste ich nicht mehr.

Er rief dann seine Mutter an und sie fuhr mich stante Pede ins Krankenhaus.

Dort hieß es erstmal warten. Mir ging es mittlerweile besser, ich wurde immer klarer. Dafür hatte ich mehr und mehr Kopfschmerzen.

Bei mir wurde eine Blutuntersuchung gemacht und ein CT, der Verdacht auf einen Schlaganfall lag nahe, eben wegen den Sprachausfällen.

Zum Glück bestätigte sich dieser Verdacht nicht und ich konnte nach Hause. Sie hätten mich zwar lieber dort behalten, aber ich hasse Krankenhäuser und wenn ich nicht absolut muss, kriegen mich da keine 10 Pferde rein.

Es war anscheinend nur eine Migräneattacke. Zwar eine sehr außergewöhnliche, aber nunja. Ich muss zur weiteren Abklärung zum Neurologen und wenn so etwas nochmal passiert, muss ich wieder ins Krankenhaus. Und dann „darf“ ich auch dort bleiben.

Ich hoffe einfach, es passiert nicht nochmal. Und versuche, etwas kürzer zu treten.

Und vielleicht auch mal Hilfe anzunehmen 😉

Hattet ihr auch schon so einen „Warnschuss“ von eurem Körper? Was war es und habt ihr dann was geändert? Erzählt doch mal.

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