10 Fragen an…Nina Jaros

Ihr lieben,

an jedem ersten im Monat wird ab sofort ein kleines Interview hier erscheinen. Mit Menschen, die was zu sagen haben, die auf etwas Aufmerksam machen wollen und die dazu beitragen wollen, diese Welt zu verändern – zum Besseren natürlich.

Die Fragen sind dabei immer die gleichen, weil es spannend ist zu sehen, wie unterschiedlich die Antworten sind und jeder sich etwas daraus rausziehen kann, wenn er mag.

Los geht es mit Nina Jaros. Sie betreibt den Blog Fraupapa und klärt über Vorurteilen gegenüber Trans* Menschen auf, engagiert sich für Menschen, die auf ihrem Weg Hilfe brauchen und wehrt sich gegen Diskriminierung. Sie war bereits öfter im Fernsehen und hat ihre Geschichte erzählt. Ihr könnt sie auf ihrem Blog nachlesen. Nina ist eine starke Frau, die ich sehr bewundere und trotz dessen, dass es ihr auch öfter nicht gut geht, hat sie immer ein offenes Ohr für andere. Ich bin froh sie zu kennen und freue mich sehr, sie für meine Fragen gewonnen zu haben.

Es geht los:

1) Hallo, erzähl mal, wer bist Du und wo kommst Du her?

Ich bin Nina, eine Österreicherin, die in Ostwestfalen gelandet ist (und mir fehlen die Berge nicht)

2) Was machst Du Beruflich?

Meine Arbeitsplatz ist in meiner Wohnung. Ich arbeite im home office… Mein Beruf hat, wie viele moderne Jobs, keinen Namen. Ich bin sowas wie das Verbindungsstück zwischen Kunden und Technik. Ich arbeite in Teilzeit.

3) Hast Du Kinder? Wenn ja, wie viele und wie alt sind sie?

Mit meiner Frau habe ich vier Kinder. Wir haben eine Patchworkfamilie, die manchmal eine ziemliche Herausforderung ist. Unser jüngstes Kind ist 7 und der älteste 15. Die beiden großen haben einen anderen biologischen Papa und wohnen dort.

4) Wie sieht so ein typischer Tag bei Dir aus?

Aufstehen, Kaffee, Kids verabschieden, Frau verabschieden, Kaffee, aufwachen.

Dann Arbeit, etwas Haushalt. Gegen 15 Uhr sind meine Frau und die Kinder wieder da… Im Haushalt arbeiten meine Frau und ich Hand in Hand.

Abends…. Couch und Netflix (derzeit wieder einmal Dr. Who)

5) Wo siehst Du für Dich den Sinn in Deinem Leben?

Den suche ich noch.

6) Tust Du gute Dinge? Wenn ja, welche und wie oft?

Gute Dinge…. Ich versuche für Menschen da zu sein. Zuzuhören. Und ich bemühe mich, in meinem Blog, zu vermitteln, was es bedeutet, in einer Regenbogenfamilie zu leben.

Wenn ich jemanden anbiete, da zu sein, weil diese Person Hilfe braucht, dann kann mich dieser Mensch jederzeit anrufen und wir haben auch schon oft Menschen eingeladen, ein paar Tage bei uns zu verbringen, um aus dem Alltag raus zu kommen.

Wie oft ich das mache, weiß ich nicht… Wann immer ich erkenne, dass ein Mensch Hilfe braucht.

7) Was war Dein bisher größter Erfolg und Deine größte Niederlage?

Erfolg: als ich aufhörte die männliche Rolle zu spielen und mich dazu bekannte, eine Frau zu sein.

Niederlage: Freundschaften, die am coming out zerbrachen.

8) Wenn Du einen Wunsch frei hättest, wie wäre er?

Meine Kinder sollen ein glückliches Leben haben.

9) Stell Dir vor, Du dürftest eine Sache auf dieser Welt ändern, welche wäre das?

Die Intoleranz. Weg damit.

10) Wofür bist Du dankbar?

Für alle Menschen, die mir in den letzten Jahr Liebe, Zeit und Verständnis geschenkt haben.

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