10 Fragen an….Bèa Beste

Bèa ist unglaublich, sie kam als Flüchtling nach Deutschland, hat hier eine Schule gegründet, setzt sich für die Bildung ein, malt, bastelt, bloggt und reist und irgendwie scheint ihr Tag 48 Stunden zu haben, denn Joggen geht sie auch noch gerne. Ich finde sie großartig, denn nebenbei ist sie auch noch total nett und hilft in ihrer Community anderen Müttern (mir hat sie auch schon geholfen).

Natürlich musste ich sie ebenfalls interviewen und hier sind die Fragen:

1) Hallo, erzähl mal, wer bist Du und von wo kommst Du her?

Ich bin Béa Beste und komme ursprünglich aus Bukarest. Jetzt komme ich mehr aus Berlin als aus Bukarest, weil ich die meisten Zeit meines Lebens in Berlin gelebt habe… auch wenn ich dieses Interview aus Gran Canaria aus gebe, wo ich den Winter verbringe.
Kompliziert? Nicht wirklich: Meine Identität ist eher grob gefasst in Europa… Habe schon mal darüber gebloggt: https://www.tollabea.de/zugehoerigkeit-zu-mehreren-nationen-was-ist-meine-identitaet-gedanken-von-bea/

2) Was machst Du beruflich?

Ich bezeichne mich als „eduprenuer“ – ich bin Unternehmerin im Bildungsbereich.
Habe Schulen und Kindergärten gegründet und blogge als Tollabea.
Derzeit bin ich auf den Kanaren und arbeite an einem Projekt zum Thema Spracherwerb.

3) Hast Du Kinder? Wenn ja, wie viele und wie alt sind sie?

Ich habe eine große Tochter, sie ist 28 und Architektin.

4) Wie sieht so ein typischer Tag bei Dir aus?

Ich bin mega Spätaufsteher und schlimmer Morgenmuffel und seit meine Tochter ca. 14 Jahre alt geworden ist darf ich ausschlafen! Da ich selbstständig bin mache ich das auch… bis ca 8:30.

Dann setze ich mich meistens noch im Schlafanzug mit einer Tasse Kaffee gleich ans Laptop. Frühstück ist nix für mich, habe morgens gar kein Hunger. Ich arbeite bis Mittags, mache Telefonate. Meistens verabrede ich mich gleich zum Lunch und habe Nachmittags noch Termine… Ich bin auch mit Sport spät dran, ich laufe am liebsten im Sonnenuntergang – jetzt auf den Kanaren genieße ich den Luxus, dass die Sonne erst nach 18:00 untergeht und laufe am Strand. Abends ist es bei mir oft gesellig, d.h. wieder Leute treffen, in Berlin kommt meine Tochter oft zum Essen, mein Mann und ich laden oft Leute ein. Ich koche liebend gern, das ist wie Meditation für mich.

Dafür ist Abends meine beste Arbeitszeit. So meistens zwischen Mitternacht und 2:00 ist meine beste ungestörte Denkzeit. Da entstehen die besten Konzepte…
Tja, und dann gibt es noch typische Reisetage, an denen ich nur unterwegs bin… und auch mal früh aufstehen muss. Aber ich kann in jedem Verkehrsmittel schlafen, auch 5minutenweise.
5) Wo siehst Du für Dich den Sinn in Deinem Leben?

1. Freude – selbst haben und verbreiten.

2. Lernen – selbst lernen und anderen das Lernen leicht und mit Freude (s.o) ermöglichen.
3. Gute Beziehungen mit Menschen, Liebe und Freundschaft.

6) Tust Du gute Dinge? Wenn ja, welche und wie oft?

Ich versuche täglich was Gutes zu tun: Manchmal ist es „nur“ Müll vom Strand einzusammeln und es in die Müllbehälter tun. Manchmal ist es, mich um jemanden zu kümmern, dem es schlecht geht. Und andere Male ist es Projekte zu unterstützen, die Gutes tun.

7) Was war bisher Dein größter Erfolg und Deine größte Niederlage?

Mein größter Erfolg war der Aufbau der Phorms Schulen in Deutschland.
Meine größte Niederlage war die Insolvenz der Tollabox.
8) Wenn Du einen Wunsch frei hättest, wie würde er lauten?

Bildung. Richtig gute Bildung für alle Menschen.

9) Stell Dir vor, Du dürftest eine Sache in dieser Welt ändern, welche wäre das?

S.o. Zugang zu guter Bildung überall auf der Welt. Ich glaube, das ist der Schlüssel zu allen Problemen – von Gesundheit bis zu Kriegen!

10) Wofür bist Du am meisten dankbar in Deinem Leben?

Für die bedingungslose Liebe, die mir meine Eltern in den erste Lebensjahren haben zuteil werden lassen. Sie reicht mir bis heute noch, und ich habe meine Eltern zu früh verloren, eigentlich: Mein Vater starb als ich 12 Jahre alt war, meine Mutter als ich 15 war.
Außerdem bin ich meiner Halbschwester und meinem Halbbruder dankbar, dass sie alles getan haben, um mich aus Rumänien rauszubekommen, bevor meine Mutter an Krebs starb. Die Geschichte habe ich hier aufgeschrieben: Auch ich bin ein Flüchtling.

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