10 Fragen an…Katja Seide

Meine Damen und Herren,

ich darf euch heute Katja Seide vorstellen. Sie ist ein Mensch, den ich wahnsinnig toll finde und sehr bewundere. Ich durfte bereits ein paar mal mit ihr Schreiben und sie als jemanden kennenlernen, der nicht nur ein großes Herz hat, sondern so liebevoll über andere und das Leben denkt, dass es sogar mir die Sprache verschlagen hat. Ich hoffe sehr, sie irgendwann persönlich kennenlernen zu dürfen.

Aber jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen, so here it is:

1) Hallo, erzähl mal, wer bist Du und von wo kommst Du her?

Ich bin Katja Seide, eine der beiden Autorinnen des Blogs „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn„. Ich komme aus Berlin.

2) Was machst Du beruflich?

Ich bin Sonderpädagogin und arbeite im Moment an einer Grundschule. Außerdem bin ich Ratgeber-Autorin und Referentin.

3) Hast Du Kinder? Wenn ja, wie viele und wie alt sind sie?

Ich habe drei Kinder – zwei Töchter und einen Sohn. Die Mädchen sind alterstechnisch sehr nah beieinander – im Moment sind sie beide 8 Jahre alt. Aber demnächst sind sie dann 9 und 8. Mein Sohn ist 4,5 Jahre alt.

4) Wie sieht so ein typischer Tag bei Dir aus?

Ich stehe um 4.30 Uhr auf und verlasse 5.30 Uhr die Wohnung, da ich in einem anderen Bundesland arbeite, als ich wohne, und kein Auto habe. So fahre ich etwa 1,5h mit Fahrrad und S-Bahn, bis ich an meiner Schule angekommen bin. Das lohnt sich aber, denn sowohl die Kollegen, als auch die Schülerinnen und Schüler sind große klasse. Ich arbeite da wirklich sehr gern. Meist bin ich eine der ersten, die ankommen, aber dann ist der Kopierer auch noch frei und ich kann in Ruhe meine Stunden nochmal durchgehen. Ich arbeite nicht die volle Stundenzahl, um noch genügend Zeit für meine eigenen Kinder zu haben, deshalb habe ich an den meisten Tagen etwa 12.30 Uhr Schluss und fahre zurück nach Berlin. Einen Zwischenstopp im Café mache ich, um noch etwa eine Stunde meine Blogtexte zu schreiben. Das ist viel zu wenig Zeit, leider. Momentan wüsste ich aber auch nicht, wie es mehr werden können. Etwa gegen 15 Uhr hole ich meine Kinder ab und wir spielen oder lesen etwas. Bei den Großen ist es mittlerweile oft so, dass sie eine Freundin mitbringen, und ich gar nicht gefragt bin. Eigentlich haben wir immer extra Kinder in der Wohnung, denn auch in unserem Haus wohnen eine Menge Kinder, die spontan vorbeikommen. Deshalb habe ich immer extra viel Eis in der Kühltruhe. Zwischen 18 Uhr und 19 Uhr essen wir Abendbrot. Warm meist, weil die Kinder das Schul- und Kitaessen nicht so mögen. Danach beginnt bei uns die Erwachsenenzeit. Wir reden in Ruhe miteinander, und wir bereiten natürlich auch Unterricht für den nächsten Tag vor. Die Kinder spielen in der Zeit allein. Oft toben sie auf dem großen Bett, was ziemlich laut werden kann. Im Sommer ist es besser, da schicken wir sie nach dem Abendessen nochmal runter auf den Hof. Spätestens 20 Uhr putzen wir die Zähne der Kinder, danach entscheiden sie selbst, wann sie ins Bett gehen. Der Jüngste mag es, wenn ich ihn einschlafbegleite und da ich morgens so früh raus muss, mache ich mich dann auch gleich bettfertig und schlafe mit ein.

5) Wo siehst Du für Dich den Sinn in Deinem Leben?

Der Sinn meines Lebens ist, glücklich und zufrieden zu sein. Das schaffe ich ganz gut.

6) Tust Du gute Dinge? Wenn ja, welche und wie oft?

Ich tue gute Dinge, ja, aber ich rede nicht öffentlich darüber, weil ich die anderen daran beteiligten Menschen nicht bloßstellen möchte.

7) Was war bisher Dein größter Erfolg und Deine größte Niederlage?

Ich habe zwei Bestseller geschrieben, das zählt sicherlich als größter Erfolg. Interessanterweise empfinde ich das aber gar nicht als so großartig. Mein größter Erfolg war in meinen Augen der Moment, in dem ich meine Hemmung abgebaut habe, vor Publikum zu sprechen. Dafür habe ich mit meiner Sprachtrainerin Rachel sehr hart gearbeitet – ich habe in ihren Stunden andauernd geweint, weil ich immerzu das Gefühl hatte, meine Vorträge sind sterbenslangweilig. Aber ich habe das überwunden und stehe nun wirklich gern auf der Bühne und spreche.

Ehrlich gesagt kann ich mich so richtig an keine Niederlage erinnern….Ich habe mein mündliches Abi in Politische Weltkunde versemmelt, weil ich damals ganz frisch verliebt war und mir lieber die Nächte um die Ohren geschlagen habe, als zu lernen. Aber ich hatte dann trotzdem insgesamt eine gute Abinote und konnte studieren, was ich wollte. Insofern war es keine große Niederlage.

8) Wenn Du einen Wunsch frei hättest, wie würde er lauten?

Ich wünschte, alle Menschen, die Hass und Gewalt verbreiten, könnten echtes Glück und Erfüllung finden. Das wäre gut.

9) Stell Dir vor, Du dürftest eine Sache in dieser Welt ändern, welche wäre das?

Ich würde das Empathievermögen der heutigen Menschen wieder stärker werden lassen, so dass sie sich besser in andere hineinfühlen können. So würden die Menschen alle ihre Handlungen mehr danach beurteilen, ob sie jemandem schaden, oder nicht, und ich denke, das würde sehr viel Leid in der Welt verhindern.

10) Wofür bist Du am Meisten dankbar in Deinem Leben?

Ich denke, hier schreiben sicherlich alle: „Für meine Kinder!“ – und ich auch. Tatsächlich sind meine Kinder meine wunderbarsten Geschenke. Ich bin ein rundherum glücklicher Mensch, seit sie auf der Welt sind.

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